Paleosophie

Geoglyphen im Azapa-Tal, ChileSeit über 2,6 Millionen Jahren hat der Mensch sich als Jäger und Sammler von Fleisch, Gemüse, Obst und Nüssen ernährt.

Darauf ist unser Körper genetisch optimal angepasst.

Erst seit etwa 10.000 Jahren kennt der Mensch sog. "Grundnahrungsmittel" wie Reis, Getreide, Kartoffeln, Brot, Nudeln, Milch oder Käse.

Das sind nur wenige hundert Generationen. Kaum Zeit, um genetisch darauf zu reagieren!

Zu allem Überfluß gibt's heute Zucker, Softdrinks, Schokoriegel, Chips, Fertiggerichte, Energiedrinks, Döner und Hamburger an jeder Ecke.

Wie wirkt "moderne" Ernährung auf unsere Natur-getunten Urmensch-Organismen?

Zivilisations-Ernährung macht krank

Klar, Junkfood macht dick, das weiß jeder. Doch wer hätte gedacht, dass unser tägliches Brot, die Schüssel Müsli, oder die hausgemachte Pasta all' Aglio e Olio unser Immunsystem täglich und systematisch angreifen können?

Eine Reihe von Zivilisations-Krankheiten, von "A" wie Allergien, Arthritis und Ausschlag über Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Multiple-Sklerose, Schilddrüsen-Erkrankungen ("Hashimoto") und so weiter bis "Z" wie Zöliakie, sind inzwischen auf Zivilisations-Ernährung zurückgeführt worden.

Wer sich modern ernährt, leidet auch unter modernen Krankheiten.

Doch wenn das so ist (und darüber sind sich immer mehr Wissenschaftler einig), was ist dann eine gesunde Ernährung oder besser: Eine gesunde Lebensweise wirklich?

Ein neuer Anfang

Dazu fangen wir am besten ganz von vorn an. Genauer gesagt: In der Altsteinzeit, dem Paläolithikum.

Das, was der Mensch damals gegessen hat und so, wie er damals gelebt hat, dafür ist unser Körper genetisch bestens vorbereitet. Schließlich haben wir Millionen von Jahren so gelebt! Artgerechte Menschenhaltung sozusagen. Wenn wir uns bei der Nahrungsauswahl an unsere paläolithischen Vorbilder halten, können wir schon mal nichts falsch machen.

Diese Ernährungs-Philosophie heißt deswegen abgekürzt Paleo, und genau darum geht es in diesem Blog.

Heisst das jetzt: "Zurück auf die Bäume!" oder wird das so'n esoterischer Fundi-Quatsch mit Höhlenmalereien, Mond anheulen und Naturgöttern?

Keineswegs! Schließlich bin ich Stadtmensch, Technologie-Geek, trinke gerne Kaffee und damit alles andere als ein "Naturbursche". Doch die Paleo-Ernährung ist für mich die wissenschaftlich sinnvollste Herangehensweise an eine Ernährungs-Theorie überhaupt:

Die Paleo-Ernährung

  • Was der Mensch über Millionen von Jahren gejagt, gesammelt und gegessen hat, ist ohne jeden Zweifel gesund: Viel Fleisch und Fisch, dazu Eier, Gemüse und etwas Obst, abgerundet mit Beeren, Wurzeln und Nüssen. So einfach ist das!
    Auch die Mengenverhältnisse waren damals anders: Viel Proteine und Fett, kaum Kohlenhydrate. Darauf ist unser Körper genetisch programmiert!
  • Alles, was erst seit wenigen Tausend Jahren auf dem Speisezettel steht, ist mit Vorsicht zu genießen: Schließlich gibt es oft einen Grund, warum der Mensch (und viele andere Tiere) Millionen Jahre lang die Finger davon gelassen hat!
  • Der Urmensch ist jedoch nur Vorbild: Alte und neue Nahrungs- und Lebensgewohnheiten sollten wir gründlich erforschen. Dann können wir daraus systematisch Theorien und Modelle aufstellen, wie der Körper wirklich funktioniert. Und diese lassen sich dann in objektiven Studien nach wissenschaftlichen Kriterien überprüfen.

Nur so können wir im Dschungel der vielen Ernährungsratgeber, Diäten, Werbebotschaften, Gebräuche und Angebote die richtige Antwort auf die einfache Frage finden: Was ist gesunde Ernährung?

Paleo schmeckt gut, macht automatisch schlank, man fühlt sich kräftiger und fitter, ist klarer im Kopf und man wird weniger häufig krank. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Und ich lerne immer mehr Leute kennen, die ähnlich gute Erfahrungen damit gemacht haben.

In Paleosophie jage und sammle ich für Euch Forschungsergebnisse, Tipps, Erfahrungen, Rezepte und Geschichten rund um Paleo-Ernährung und Paleo-Lebensweise. Macht mit und entdeckt in Euch den zivilisierten Urmenschen!

Viel Spaß und guten Appetit, Euer
Constantin